Eine Reise in  das Oberharzer Wasserregal

                                                                            

lebenswind

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Gesucht wurde eigentlich eine Urlaubswoche über die Ostertage, um etwas Tapetenwechsel zu erlangen. Einen sehr ansprechenden Treffer fand ich bei der Auswahl des Ferienhauses über das Internet bei der Familie Knaack. Das hochmoderne und lichthelle Dachhaus ist

direkt an einem See der Bergstadt Clausthal- Zellerfeld gelegen.

Hat es uns sonst zur Vorweihnachtszeit in Richtung Quedlinburg gezogen, sollten wir nun am Rand von Clausthal- Zellerfeld landen. Den Namen hatte ich natürlich schonmal gehört, ebenso wie den Städtenamen Goslar. Und dann war immer wieder etwas zu lesen vom Oberharzer Wasserregal bzw. der Oberharzer Wasserwirtschaft, seit 2010 auch UNESCO- Weltkulturerbe. Doch was hat es damit genau auf sich?

Bei dem Oberharzer Wasserregal handelt es sich um das bedeutendste vorindustrielle Energiegewinnungs- und -versorgungssystem der Welt! Seit dem Mittelalter sind Bergbaukultur und Naturwassersystemtechnik eng verzahnt. Ca. 150 Teiche, 500km Gräben und 30km Wasserläufe umfassen den Denkmalschutz insgesamt. Teile der Gräben und Freispiegelstollen verlaufen unterirdisch.


Aufgabe des Oberharzer Wasserregals war es, Wasser durch Wasser zu heben. Wasserkraft trieb die Wasserräder an, um eingesickertes Wasser aus den Schächten und Stollen zu transportieren. Durch ein „Regal“, also durch Königsrecht, wurde die Nutzung des Wassers erlaubt, wie tatsächlich Bergbau betrieben wurde.


Weitere Informationen zu dem Thema hier: Oberharzer Wasserwirtschaft

Der Zufall wollte es, dass wir uns genau an einem dieser zeitgeschichtlichen Anlagen niederlassen konnten. Wir fanden ein hochmodernes Dachhaus und hatten einen herrlichen Ausblick in die Natur. Sonnenuntergänge zu beobachten, sind besonders schön von dort.

Der Anfang des April überraschte den Harz mit 30-40cm Schnee. Hatten wir eigentlich das Frühjahr erhofft, fanden wir zunächst Nachtthemperaturen von ca. -3 Grad und Tagesthemperaturen von ca. 5 Grad vor. Die Sonne begleitete uns überwiegend.

Hier ein paar Impressionen:

Ca. zwanzig Kilometer entfernt liegt das nächste UNESCO- Weltkulturerbe in der Stadt Goslar begründet. Auch hier sind die Fassaden bis in das 16. Jahrhundert reichend sehr gut erhalten geblieben.

In Clausthal- Zellerfeld dreht sich einiges um das Thema Weltkulturerbe. Das fotografische Auge bleibt aber auch an mancher Fassade haften. Unbedingt sollte man sich jedoch die evangelisch-lutherische Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal anschauen. Sie ist Deutschlands größte Holzkirche. Ich habe eine solche spezielle Bauform, sowohl von außen und innen, noch nicht annähernd gesehen.

Ostern 2015 verbrachten wir bei Schnee und Minusgraden bis hin zu sonnenstreichelnden und wärmenden Zeiten bei Kaffee im T-Shirt. Im Oberharz ist man schnell bei ca. 600 Höhenmetern angelangt. Zum Brocken (1.141m) ist es nur ein Katzensprung.


Abschließend noch ein paar Bildimpressionen von unserer Homebase:

Ostern 2015 verbrachten wir bei Schnee und Minusgraden bis hin zu sonnenstreichelnden und wärmenden Zeiten bei Kaffee im T-Shirt. Im Oberharz ist man schnell bei ca. 600 Höhenmetern angelangt. Zum Brocken (1.141m) ist es nur ein Katzensprung.


iNet- Info´s: Clausthal- Zellerfeld | Dachhaus am See | Goslar | Oberharzer Wasserwirtschaft